Der Border Collie

Ursprung und Verwendung

Wie alle Hunderassen stammt natürlich auch der Border Collie vom Wolf ab….wie der Wolf entstand – das wird sicherlich den Rahmen dieser Seite um ein vielfaches sprengen….

1873 wurden die ersten “sheepdog trials” in Wales veranstaltet, bei denen Schäfer das Können ihrer Hunde unter Beweis stellen konnten und so ihre Welpen bzw. ihre Deckrüden anpreisen konnten. Sehr beliebt waren diese Wettkämpfe in der Grenzregion zwischen England und Schottland, den “Border Counties”.

1893 wurde der Stammhalter der heutigen Border Collies geboren, Old Hemp. Durch seine Erfolge auf den sheepdog trials war sein Erbgut stark gefragt, und seine einmaligen Arbeitseigenschaften tragen seine Nachkommen noch heute.

Der Border Collie gehört dank seiner hohen Intelligenz und Arbeitswillen zu den interessantesten Rassen. Durch seine Freundlichkeit, mittlere Statur, pflegeleichtem Fell und anmutiges Aussehen findet er zunehmend Liebhaber auch ausserhalb seiner ursprünglichen Bestimmung als Koppelgebrauchshund. Doch wer glaubt, ein hübsches Schmusetier ins Haus zu holen, der einem alles von den Lippen abliest, wird sich umsehen müssen. Um dem Border Collie gerecht zu werden muss man ihn auslasten und für einen Hütehund bedeutet dies körperlich und auch geistig! Nur wenn man seinen Bedürfnissen gerecht wird, kann auch ein Border Collie ein angenehmer Begleiter in der Familie sein.

Der Border Collie ist ein vielseitige Rasse – aber dennoch speziell.

Seine ursprüngliche Arbeit, das Einholen und Sortieren von Schafen, gehört auch heute zu den Aufgaben dieser Spezialisten. Die Eigenschaften, die sie hinter einer Schafherde zu etwas Einmaligem machen, nämlich der Arbeitswillen, die rasche Auffassungsgabe, die Schnelligkeit und Wendigkeit, sowie die Führigkeit machten den Border Collie immer beliebter für die jungen Sportarten – Agility und Obedience.

Doch mit der wachsenden Popularität dieser Hunde, insbesondere durch die Film- und Werbeindustrie, wuchsen auch die Probleme. Welpen aus Leistungstieren wurden zunehmend an Familien als “Familienhund” abgegeben, mit zum Teil ernsten Konsequenzen für diese stark unterforderten Hunde.

Der Border Collie ist ein Hund, der sowohl körperliche wie auch mentale Auslastung zwingend braucht. Eine Haltung als reiner Familienhund ist nicht möglich, der Hund entwickelt ohne genügende Auslastung Ersatzhandlungen, die bis hin zur Selstverstümmelung reichen. Daher gehört diese Rasse nur in Hände, die bereit sind sich den Bedürfnissen des einzelnen Hundes anzupassen. Dann sind die Grenzen des Machbaren nahezu unerreichbar!

Dank seiner raschen Auffassungsgabe, Arbeitsbereitschaft und willige Unterwürfigkeit ist der Border Collie prädestiniert dazu, im Hundesport zu brillieren. Wie man seinen Border Collie beschäftigt, bleibt sicherlich jeder Person selbst überlassen, der ASBC versucht, Ihnen ein paar Möglichkeiten näherzubringen. Auf dem vereinseigenen Hundeplatz haben Border Collie Besitzer die Möglichkeit, kompetente Ünterstützung bei der Ausbildung ihrer Hunde zu erhalten. Mitglieder erhalten spezielle Rabatte.

Es ist ein weit verbreiteter Gedanke, dass der Border Collie leicht zu erziehen ist. Dies stimmt nur teilweise. Sicherlich, seine Intelligenz und Arbeitseifer lassen ihn sehr schnell lernen – doch er lernt auch unerwünschtes Verhalten sehr schnell. Und oft wird auch der Fehler gemacht, dass der Hund zu viel zu schnell lernt. Dadurch wird das Erlernte kaum gefestigt, der Hund wird dadurch verwirrt und entwickelt unter Umständen Ersatzhandlungen. Durch falsche Erziehung kann man auch durchaus einen Border Collie zu einem hochgedrehten Nervenbündel erziehen.

Die erste, schwierigste, aber auch wichtigste Lektion, die ein Border Collie lernen muss ist, Pause zu machen. Also Phasen, wo der Hund sich vom “Lebensstress” erholen kann. Das ist nicht für jeden jungen Border Collie eine Selbstverständlichkeit. Doch nur wenn der Hund die Möglichkeit hat, sich zu sammeln, Stress abzubauen und Erlerntes zu verarbeiten, ist er dazu in der Lage, Neues zu lernen und volle Leistung und Konzentration anzubieten.

Was man seinem Border Collie beibringt, ist Jedem natürlich selbst überlassen. Die Umwelt und was man mit seinem Hund erreichen möchte bestimmen, was der Hund können muss/sollte.

Um einen Border Collie zu erziehen braucht man keine übertriebene Härte. Doch mit Samthandschuhen sollte man ihn auch nicht behandeln. Konsequentes Handeln ist das A und O – egal was man dem Hund beibringen möchte. Jeder Hund testet seine Grenzen, diese sollten immer klar gesteckt sein. Wenn der Hund etwas richtig macht, sollte ihm das auch gezeigt werden! Kurzum, ein Border Collie will fair behandelt werden, “Strafe” gerecht erhalten und ausgiebiger Lob für erwünschtes Verhalten.